Das Tückische an der diabetischen Retinopathie: Sie beginnt schleichend, ist völlig schmerzlos und schreitet lange voran, ohne dass der Betroffene etwas merkt. Das gilt schon für den Diabetes selbst – einer Untersuchung aus dem Raum Mainz zufolge weiß über ein Viertel der Betroffenen nichts von seiner Erkrankung. So kommt es vor, dass erst der Augenarzt beim Blick auf den Augenhintergrund die typischen Gefäßveränderungen entdeckt – und damit den ersten Verdacht auf einen Diabetes stellt.
Wenn Sehstörungen auftreten, besteht meist bereits eine fortgeschrittene Netzhautschädigung. Deshalb gilt: Gehen Sie regelmäßig zur Augenuntersuchung – und nicht erst, wenn Sie Sehprobleme bemerken. In frühen Stadien, in denen noch keine Beschwerden bestehen, sind die Behandlungsaussichten am besten.

