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Netzhaut-OP

Wann ist eine
Operation sinnvoll?

Eine Operation kommt infrage, wenn bereits bestimmte Veränderungen (Komplikationen) eingetreten sind:

  • eine Blutung in den Glaskörper, die längere Zeit bestehen bleibt,
  • ein deutlicher Zug der Gefäßwucherungen an der Netzhaut,
  • oder eine Netzhautablösung.

In diesen Fällen kann der Operateur die Blutung absaugen, den Zug von der Netzhaut nehmen und sie meist wieder auf ihrer ernährenden Unterlage befestigen.

Wie läuft die Operation ab?

Über drei, sehr kleine Zugänge werden feine Instrumente ins Auge eingeführt – zum Schneiden, Saugen, Spülen und Beleuchten. Damit lassen sich Gefäßneubildungen und die von ihnen gebildeten Bindegewebsstränge entfernen sowie Blut absaugen. Dabei wird immer auch der Glaskörper entfernt. So erklärt sich der Name des Eingriffs: Vitrektomie (nach „Vitreus“, dem lateinischen Wort für Glaskörper).

Was an seine Stelle tritt, hängt vom Befund ab: Bei einer Netzhautablösung wird das Auge vorübergehend mit Gas oder längerfristig mit Silikonöl gefüllt – dieser Druck von innen hält die Netzhaut an ihrem Platz. War nur eine Blutung zu entfernen, genügt meist eine Kochsalzlösung, die der Körper binnen kurzer Zeit durch eigene Flüssigkeit ersetzt.

Mit einer feinen Lasersonde („Endolaser“) kann der Operateur während des Eingriffs zusätzlich eine flächige Laserbehandlung durchführen.

Was ist das Ziel einer Vitrektomie?

Operiert werden meist Augen mit weit fortgeschrittenen Veränderungen, die unbehandelt zur Erblindung führen würden. Das Ziel ist deshalb oft nicht, ein normales Sehen wiederherzustellen, sondern eine brauchbare Sehfunktion zu retten und das weitere Fortschreiten der Erkrankung zu stoppen.

In Einzelfällen kann der Eingriff auch dabei helfen, durch das Entfernen einer Membran auf der Netzhaut die Qualität des Sehens zu verbessern.