Die diabetische Retinopathie lässt sich heute gut behandeln – und zwar gezielt nach Stadium und Befund. Neben den systemischen Faktoren und Medikamenten sind es vor allem drei Verfahren, die sich ergänzen können:
Therapien
Welche
Behandlungen
gibt es?

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Lasertherapie
Über Jahrzehnte war der Laser nahezu das einzige Verfahren. Er ist bis heute besonders wichtig für die Behandlung der proliferativen Retinopathie – also des Stadiums mit krankhaften Gefäßneubildungen.
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Medikamente ins Auge
Seit 2005 werden Medikamente direkt ins Auge gegeben (Fachbegriff: intravitreale operative Medikamentengabe, kurz IVOM). Sie haben die Aussichten des diabetischen Makulaödems – der Schwellung der Netzhautmitte – deutlich verbessert: Oft wird das Sehen nicht nur stabilisiert, sondern kann verbessert werden.
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Operation
Feinere Instrumente und bessere Geräte haben die Möglichkeiten der Netzhautchirurgie erweitert. Eine solche Operation kommt für fortgeschrittenen Stadien zum Einsatz.
Wann wird behandelt?
Ziel ist immer, früh und möglichst geringen Aufwand einzugreifen- denn Netzhautschäden lassen sich nach einiger Zeit oft nicht mehr rückgängig machen. Genau deshalb sind die regelmäßigen Vorsorgeuntersuchungen so wichtig: Sie schaffen erst die Möglichkeit, rechtzeitig zu behandeln.
Umgekehrt gilt aber auch: Nicht jede kleine Gefäßveränderung muss behandelt werden. In frühen Stadien genügen meist engmaschigere Kontrollen – zusammen mit einer guten Einstellung der Risikofaktoren: Blutzucker, Blutdruck, Blutfette und der Verzicht auf Nikotin. Diese Grundlage ist zugleich entscheidend dafür, dass jede spätere Behandlung dauerhaft wirkt.

Zeigt sich bei den Kontrollen, dass die Erkrankung fortschreitet, wird nach klar festgelegten Kriterien behandelt. Welches Verfahren infrage kommt, hängt vom Befund ab – vor allem davon, wie stark die Netzhaut insgesamt betroffen ist und ob die Netzhautmitte (Makula) mitbeteiligt ist. Bei einer Schwellung der Netzhautmitte macht es zum Beispiel einen großen Unterschied, ob der Punkt des schärfsten Sehens selbst betroffen ist oder nicht.
Für die Entscheidung reicht die einfache Untersuchung manchmal nicht aus. Ergänzend können eine Darstellung der Netzhautgefäße (Angiographie), eine Schichtaufnahme der Netzhaut (OCT) oder eine Ultraschalluntersuchung nötig sein.
Wie wird der Erfolg kontrolliert?
Je nach Verfahren sind unterschiedlich häufige Kontrollen nötig – auch weil viele Behandlungen mehrfach durchgeführt werden müssen. Neben der Untersuchung des Augenhintergrunds und dem Sehtest ist dabei vor allem die OCT wichtig: Sie zeigt millimetergenau, ob eine Schwellung zurückgeht. Gelegentlich wird auch die Gefäßdarstellung wiederholt.
Weitere Hilfen bei bleibender Sehbeeinträchtigung